Urlaub im Familien Resort Petschnighof

Urlaub im Familien Resort Petschnighof - Kinderhotel.Info

Vor knapp zwei Wochen war es endlich so weit. Unser erster gemeinsamer Urlaub mit beiden Töchtern. Und was könnte dafür besser geeignet sein, als ein Kinderhotel? Doch bevor wir unsere Erfahrungen und Eindrücke mit dir teilen, höflichkeitshalber eine kurze Vorstellung: Wir, das sind meine Ehefrau Antonia, unsere beiden Töchter (1,5 und 5 Jahre) und meine Wenigkeit. Die Wünsche, Erwartungen und Anforderungen an den ersten Familienurlaub hätten kaum unterschiedlicher ausfallen können. Meine bessere Hälfte wollte Natur und Ruhe, die Mädels wollten Tiere und Action und ich wollte von allem ein wenig. Meine persönliche Erwartungshaltung habe ich bewusst ausgeblendet, denn als Content-Manager von kinderhotel.info darf ich regelmäßig im Blog, auf Facebook und Instagram sowie im Newsletter über wunderbare Familienhotels berichten. Daher lautete meine Devise, möglichst unvoreingenommen in den Urlaub zu starten.

Die Frage, was das Hotel bieten soll, wurde vorab also geklärt. Nach eingehender Recherche und dem Vergleich verschiedener Angebote entschieden wir uns schließlich für das Familien Resort Petschnighof im Kärntner Bergdorf Diex. Und diese Wahl sollten wir nicht bereuen, so viel sei schon einmal verraten. Die Anreise über die Autobahn verlief problemlos. Nach einer knapp dreistündigen Autofahrt waren wir endlich da. Das Hotel punktete bereits auf den ersten Blick durch seine außergewöhnlich schöne Lage. Wie oft liest man in Hotelbeschreibungen von der einzigartigen Lage?! Hier stimmt die Formulierung aber definitiv. Knapp 1,5 Kilometer außerhalb des Ortszentrums, auf 1.170 Höhenmetern liegt der Petschnighof. Umgeben von Bergen, Wiesen und Wäldern könnte die Lage kaum ruhiger und idyllischer sein. Doch dazu später mehr. 

Engagierte Gastgeber und ein schönes Appartement 

An der Rezeption wurden wir vom Chef empfangen und gleich mit den wichtigsten Infos versorgt. Der Empfang war sehr freundschaftlich, weshalb wir uns auf Anhieb willkommen fühlten. Nun ging es ab in unser Appartement. Groß, sauber und hell präsentierte sich unser Domizil für die kommenden fünf Tage. Schlafzimmer, Kinderzimmer mit Stockbetten, WC, gepflegtes Bad sowie ein großer Wohn- und Küchenbereich – Platz war hier wirklich genügend. Gut gefallen hat uns die umfassende Babyausstattung mit Wasserkocher, Wickeltisch, Windeleimer, Töpfchen, WC-Aufsatz und Babyfon. Am meisten imponierte uns jedoch die traumhafte Panoramaaussicht, die unsere großflächige Terrasse offenbarte. Mit Sonnenschirm, Sonnenliegen, Tisch und Stühlen ausgestattet, schweifte der Blick unweigerlich über den hoteleigenen Badeteich, die grünen Wiesen und Wälder sowie die umliegende Bergwelt. 

Ein Sonnenaufgang wie aus dem Bilderbuch

Als mich unsere Tochter am ersten Morgen um 6:45 Uhr weckte, war ich zunächst wenig begeistert vom frühen Aufstehen. Schließlich war ich doch im Urlaub. Der Unmut verflog jedoch schnell, als ich auf der Terrasse bei einer Tasse Kaffee den Sonnenaufgang über der Silhouette der Nockberge bewundern durfte. Ab diesem Moment war klar, dass unser Urlaub unter einem guten Stern steht. An jenem Morgen überkam mich allerdings noch eine weitere Erkenntnis: Die Werbung hatte in all den Jahren nicht gelogen, denn Kärnten zeigte sich während unseres Aufenthalts tatsächlich als die „Sonnenseite der Alpen“.

Abwechslungsreiche Stunden im Happy Club

Zur Kinderbetreuung: Nach anfänglicher Skepsis war unsere 5-jährige Tochter nicht mehr von den Kinderbetreuungsangeboten fernzuhalten. Und wir als Eltern konnten ihre Begeisterung durchaus teilen. Von Montag bis Samstag standen im Happy Club jeden Tag verschiedene Aktivitäten am Programm. Die Betreuung startete täglich um 10 Uhr mit einem Besuch im Hasenstall. Hier hatten die Kids die Möglichkeit, die Kaninchen zu versorgen und mit ihrer Liebe zu überschütten. Danach wechselte das Programm täglich. Einmal gab es den Indianer Tag, wo der obligatorische Kopfschmuck mit bunten Federn gebastelt, die Gesichter mit Kriegsbemalung verschönert und das riesige Tipi mit künstlerischen Zeichnungen verziert wurde. Weitere Highlights waren eine Waldentdeckungstour, die Errichtung eines Staudamms im Bach, das Angeln im hoteleigenen Fischteich sowie die Traktorfahrt mit dem Chef des Hauses. Ein schönes Erlebnis war auch die gemeinsame Ponywanderung – unsere große Tochter genoss es sichtlich, sich vom Pony tragen zu lassen und wir wiederum waren fasziniert von der wundervollen Naturkulisse, die das Hotel umgab.

Ein Clown, der für ungläubige Gesichter sorgte

Abends war noch einmal Kinderbetreuung angesagt. Zwischen 18:00 und 20:00 Uhr konnten die Kinder gemeinsam zu Abend essen und danach folgten Aktivitäten wie die Kinderdisco oder eine Märchenstunde. Einmal wurde zusätzlich zum Buffet ein Lagerfeuer entzündet, an dem die Kinder Würstchen grillen konnten. In große Augen und staunende Gesichter blickte man, als am zweiten Abend der Clown Happy (das Familotel-Maskottchen) durch die Türe hereinkam und an die Kinder Süßigkeiten verteilte. Ein unvergessliches Ereignis für die kleinen Hotelgäste. Für unsere jüngere Tochter kam die Kinderbetreuung ehrlicherweise noch zu früh. Zwar konnte sie an einzelnen Programmpunkten wie der täglichen Hasenfütterung oder den Spielstunden im Happy Club teilnehmen, eigene Baby- und Kleinkindaktivitäten wurden jedoch nicht angeboten. Das lag wohl auch am Zeitpunkt unseres Urlaubs. Die Hauptsaison war zu Ende, die Schule startete in weiten Teilen Österreichs und Deutschlands wieder und im Happy Club war nur mehr eine Betreuerin zugegen. Machte aber nichts, denn unsere Kleine hatte trotzdem Spaß ohne Ende. Der Außenspielplatz, der Heu-Spielplatz und die zahlreichen Bobbycars hatten es ihr angetan.

Erwachsene gehen keinesfalls leer aus

Für uns Eltern standen in erster Linie Ruhe und Genuss im Fokus. Und Genuss gab es reichlich. Egal ob morgens am umfangreichen Frühstücksbuffet, mittags bei zwei bis drei warmen Gerichten, nachmittags am üppigen Kuchenbuffet oder abends beim feinen 4-Gänge-Menü – das Essen war vortrefflich. Jeden Abend wurden uns eine raffiniert angerichtete Vorspeise, eine Suppe, eines von drei wählbaren Hauptgerichten und eine süße Nachspeise serviert. Gerade in meinem Fall ist das Thema Essen stets ein eigenes Kapitel. Wenig Obst, noch weniger Gemüse, dafür jede Menge Fleisch, Nudeln und Süßspeisen zieren meinen Speiseplan im Alltag. Nicht so im Urlaub. Von mir selbst überrascht, gab es in all den Tagen keinen einzigen Gang, der ausgelassen wurde. Im Gegenteil, selbst bei Gerichten mit hohem Gemüseanteil war der Teller am Ende des Gangs leer. Ein größeres Lob kann ein Koch kaum erhalten!

Draußen Naturbadesee, drinnen Wellness

Für Erwachsene wurden täglich ein bis zwei Aktivitäten geboten. Dazu gehörten beispielsweise Bogenschießen, geführte E-Bike-Touren oder abendliche Fackelwanderungen. Den Wellnessbereich haben wir aufgrund der sommerlichen Temperaturen nicht in Anspruch genommen. Jedoch haben wir uns am letzten Tag noch auf Erkundungstour begeben. Der Wellnessbereich bestand aus zwei Saunen, einer Infrarotkabine, dem Heubad, einem Tauchbecken, einer Wärmebank, einem Panorama-Ruheraum mit Liegen, dem Massageraum und einem kleinen Fitnessraum. Optisch war die Saunawelt wirklich ansprechend und so ist es im Nachhinein schade, diesen niemals genutzt zu haben. Im Herbst und Winter könnte man hier bestimmt einige erholsame Stunden verbringen. Das Einzige, was eventuell noch fehlt, ist ein kleines Hallenbad, um dem feuchtfröhlichen Vergnügen auch bei kühlen Temperaturen zu frönen. An warmen Tagen bietet der Naturbadesee im Außenbereich wahrlich genügend Badespaß. Mit einem Sprungturm, flachen Bereichen für Kleinkinder und einer großzügigen Liegewiese mit Schirmen und Liegen kommen Eltern und Kinder gleichermaßen auf ihre Kosten.

Ein Hotel für kleine Pferdeliebhaber

Was gibt es noch zu berichten? Der Petschnighof beherbergt eine pädagogisch orientierte Reitschule. Die anwesenden Kinder waren durch die Bank beeindruckt von den vielen großen Pferden und auch unsere ältere Tochter konnte gar nicht genug bekommen. Täglich um 9:30 Uhr ging es für uns zum Voltigieren auf den Reitplatz. Nachdem das Fell gestriegelt und die Hufe ausgekratzt waren, konnte das Reitabenteuer endlich starten. War der erste Ritt noch von einer gewissen Ehrfurcht geprägt, so konnte man die Fortschritte in den darauffolgenden Tagen deutlich erkennen. Am Ende war es kein Problem mehr, freihändig auf dem Pferd zu knien oder andere anspruchsvolle Turnübungen zu absolvieren. Erwachsene und geübte Reiter konnten zudem Reitstunden buchen oder an geführten Ausritten in die Bergwelt teilnehmen.

Ausflugsziele in der näheren Umgebung

Die Umgebung von Diex hält für Familien mit Kindern ein paar interessante Ausflugsziele bereit. Zusammen mit dem Menüplan und dem Kinderprogramm fanden wir jeden Morgen einen neuen Ausflugstipp auf unserem Frühstückstisch vor. Wir besuchten die Walderlebniswelt Klopeinersee im 25 Kilometer entfernten St. Kanzian. Für einen mehrstündigen Abstecher ist der Erlebnispark mit diversen Spielstationen, aussichtsreichem Baumwipfelpfad und aufregendem Hochseilpark auf jeden Fall zu empfehlen. Die Burg Hochosterwitz und die Tropfsteinhöhle Griffen sollen ebenfalls lohnende Ziele sein. Beide konnten wir aufgrund fehlender Zeit leider nicht mehr besuchen – zu schwer konnten sich unsere Mädels vom spannenden Kinderprogramm, den Pferden und Kamerunschafen losreißen.

Fazit der Kinder: Wir kommen wieder!

Zusammenfassend können wir nur Positives über unseren ersten Urlaub in Kärnten berichten. Unsere Töchter wollten am letzten Tag gar nicht mehr abreisen. Vor allem als sie zum Abschied noch zwei Petschnighof-T-Shirts, welche auch die Hotelangestellten tragen, als Geschenke überreicht bekamen. Wer ein Hotel mit persönlicher Atmosphäre sucht und großen Wert auf die Aspekte Natur, Tiere und Kulinarik legt, dem können wir das Kärntner Familienhotel nach unserem Aufenthalt im September 2018 wärmstens empfehlen. Bei dieser Gelegenheit möchten wir uns bei der Familie Kitz und dem gesamten Team des Petschnighofs für einen wunderschönen Urlaub bedanken und hoffen, eines Tages wieder nach Diex zurückzukehren!

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