10 Tipps für unvergessliche Ferien mit Oma, Opa und Enkel

10 Tipps für unvergessliche Ferien mit Oma, Opa und Enkel - Kinderhotel.Info

Großeltern haben oft etwas mehr Zeit und Muße als Mama und Papa. Zwar sagt man gerne, dass Rentner nie Zeit hätten… Trotzdem nimmt sich die ältere Generation oft die Zeit, um entspannt etwas mit den Enkelkindern unternehmen. Der Autor dieser Zeilen lebt in einer Patchwork-Familie mit Eltern, jüngeren und erwachsenen Kindern. Zum Glück sind auch noch zwei Opas samt Oma beziehungsweise „Stiefoma“ in der Nähe….

Entsprechend vielfältig sind die Urlaubserfahrungen: Die reichen zum Beispiel von „ganz normalen“ Mama-Papa-Kinder-Ferien am Strand über den Berlintrip mit einem der erwachsenen Kinder bis zum Opa-Enkel-Urlaub: Dann fährt meine jüngste Tochter mit meinem über 80-jährigen, topfitten Schwiegervater in ein kindgerechtes Hotel. Zur Freude der Tochter kommt manchmal auch ihre junggebliebene, immer zu Späßen aufgelegte Tante (die Schwägerin des Autors) mit. Auch mit dem anderen Opa und dessen neuer Lebenspartnerin haben die Kinder schon Freizeit genossen.

Anhand der vielfältigen Eindrücke und nach Gesprächen mit anderen Urlaubern entstand eine kleine Checkliste – speziell für den Großeltern-Enkel-Urlaub.

Welche Punkte sind besonders wichtig, wenn die ältere Generation mit Enkeln in den Urlaub fährt (und Mutter und Vater dann mal Zeit für sich oder für die Arbeit haben)?

Lesen Sie hier unsere persönlichen Kriterien für den Großeltern-Enkel-Urlaub ohne Papa und Mama:

1. Gemeinsam planen, bevor gebucht wird

Weder Eltern, Großeltern noch Kinder sollten allein entscheiden, wohin es in den Urlaub geht. Wenn die Kids noch klein sind, übernehmen die Großen natürlich die Zielauswahl. Aber die Wünsche der Kleinen sollten mit einfließen: Strand und Spielplatz stehen meist hoch im Kurs. Kleine Tierfreunde wünschen sich ein Kinderhotel mit Minibauernhof oder Reitanlage, größere Kids stehen auf Skater-Bahn oder Mega-Wasserrutschen. Wenn die Eltern eine gute Idee haben und sich Oma und Opa mit dem Finden schwertun, können ja Tipps gegeben werden. Aber auswählen, das sollten Großvater und Großmutter mit den Enkeln!

2. Reisestress vermeiden

Die meisten Kids (vor allem jüngere), aber auch manch ältere Urlauber haben keine Lust, stundenlang im Flieger oder Auto zu sitzen. Auch minutiös geplante Besichtigungstouren oder Urlaubsprogramme, die kaum Raum für individuelle Freizeit lassen, sollten sich die beiden Generationen nicht antun. Ich finde es empfehlenswert, ein kind- und (groß-)eltern gerechtes Ziel, an dem kein extremes Klima herrscht, auszusuchen. Das Ferienziel sollte in wenigen Stunden mit dem PKW oder Zug erreichbar sein. Viele Kinder lieben auch eine feste Basis im Urlaub – die Rundreise über viele tausend Kilometer ist vielleicht eher etwas für den Urlaub mit Teenagern oder jungen Erwachsenen.

3. Andere Urlaubsinteressen bedenken (oder verschieben)

Wenn Oma und Opa im Urlaub am liebsten stundenlang Museen oder Kirchen besichtigen, wenn sie leidenschaftliche E-Bike-Reisende sind oder ähnliche Hobbies haben… Dann müssen die Enkel das nicht unbedingt toll finden. Deshalb empfiehlt es sich, dass diese Aktivitäten nicht den ganzen Urlaubstag ausfüllen. Sie sollten kindgerecht geplant werden (zum Beispiel eine kurze Radtour zu spannenden Burgen unternehmen… oder Museen aussuchen, die für Kids spannend sind oder die Kinderführungen anbieten). Außerdem kommt ja der nächste Urlaub ohne Enkel – dann können ja entgangene Kulturgenüsse oder sportliche Action nachgeholt werden. Denn in den Ferien von Oma, Opa und Kind steht für uns die gemeinsame Zeit im Vordergrund.

4. Anders als die Eltern der Enkel mit den Kindern verreisen

Viele Kinder freuen sich, wenn es mit Oma und Opa in die Ferien geht. In den großen Ferien, am Wochenende oder als Zweiturlaub. Die Reiseteilnehmer sind schon etwas Besonderes – wenn der Urlaub zudem auch noch anders abläuft als die Ferien mit Mama und Papa, werden sich viele noch sehr lange daran erinnern. Wenn es mit den Eltern zum Beispiel ein- oder zweimal im Jahr zum Campen oder ins Ferienhaus geht, wird eine Woche im Kinderhotel mit Oma vielleicht zum besonderen Highlight.

5. Den früheren Familienurlaub nicht genau kopieren

Viele Großeltern denken oft mit nostalgischen Gefühlen an den früheren Urlaub zurück, als ihre Kinder klein waren. „Weißt Du noch, mit dem vollbeladenen VW Käfer über den Brenner an den Adriastrand…“. Diese schönen Erinnerungen sollten sie in Ehren bewahren, aber nicht für den Enkelurlaub nachmachen. Denn die Zeit, die Konstellation (Großeltern – Enkelkinder) und die Urlaubsziele haben sich in dreißig Jahren doch stark verändert. Warum also nicht offen für eine ganz neue Urlaubserfahrung sein?

6. Wichtige Details und „No Gos“ mit Mutter und Vater abstimmen

Sind die Kids noch klein? Dann sollten Oma und Opa mit ihren Kindern oder Schwiegerkindern abstimmen, womit und wie die Kleinen gewickelt, gebadet und gepflegt werden. Auch, wenn die Kids chronisch krank sind und regelmäßig Medikamente benötigen, oder wenn sie allergisch auf Lebensmittel oder anderes reagieren, muss das genau abgesprochen werden (Medikamentenvergabe, spezielle Ernährung usw.). Auch erzieherische und sicherheitsrelevante No Gos sollten ältere und mittlere Generation dringend miteinander absprechen. Dann hängt der (Groß-)Familiensegen auch nach dem Urlaub gerade... Unter welchen Umständen dürfen die Enkelkinder alleine gelassen werden? Wie ist es mit dem Schwimmen? Auch wenn die Kids bei Opa und Oma meistens „mehr“ dürfen als bei den Eltern: Grundsätzlich sollten sich Eltern- und Großelterngeneration einig sein. Zum Beispiel über eine (ich finde möglichst stark) eingeschränkte Smartphone-Nutzung von Jung und Alt. Der Konsum von Eis, Süßigkeiten und Pommes sollte zumindest grob abgestimmt werden… Die vorherige Abstimmung betrifft übrigens auch das gesamte Urlaubsbudget. Das gilt insbesondere, wenn Oma und Opa nicht alles zahlen wollen oder können.

7. Infos an die Eltern

Damit sich alle drei Generationen wohlfühlen, besprechen wir vor der Reise mit Oma, Opa und Kindern, wie oft man voneinander hört. Kleine Kinder können zum Beispiel einmal am Abend vor dem Zubettgehen mit Mama und Papa daheim telefonieren. Oft reicht auch eine Whats App Nachricht. Auf jeden Fall sollten Großeltern und Enkel auf der einen Seite, Mutter und Vater auf der anderen, mal einen positiven Abstand zueinander gewinnen! Genau das macht ja den Charme dieses Urlaubs aus!

8. Offen für Gespräche mit anderen Urlaubern sein

Die unbeschwerte Zeit, die die ältere Generation mit der „nach-nachfolgenden“ verbringt, ist das Wichtigste im Großeltern-Kind-Urlaub. Trotzdem sollte sich diese besondere Familienkonstellation in den Ferien nicht isolieren. Denn viele Kids möchten im Urlaub auch gleichaltrige Spielkameraden kennenlernen. Oma oder Opa wiederum freuen sich darüber, wenn sie sich am Urlaubsziel mal mit anderen Großeltern oder Eltern austauschen können.

9. Eigene Grenzen berücksichtigen

Natürlich fühlen die meisten von uns „Best Agern“ noch richtig fit. Wir wollen was von der Welt sehen, treiben oft Sport, gehen auch im Urlaub gerne aus. Aber was wir als 50-, 60- oder irgendwann vielleicht 85-jährige Reisende nicht vergessen sollten: Die Zeit, als unser eigener Nachwuchs klein war, ist lange her. Fahren wir jetzt mit Enkeln in die Ferien, ist vielleicht auf einmal wieder alles wie früher: Streitereien zwischen den Enkelgeschwistern wollen geschlichtet werden. Es gibt schlaflose Nächte bei jungen Enkeln. Ständige Ansprechbarkeit der (Groß-)Eltern und das Aufpassen auf die Kleinen kann ebenfalls anstrengend sein. Das kostet nicht unbedingt unsere Nerven. Denn wir haben ja die Gelassenheit und Erfahrung, die das Alter mit sich bringt. Aber es kostet vielleicht unterschwellig Kraft. Deshalb sollten wir auch Ruhephasen für uns (und für die Enkel) einplanen – und notfalls mal einen Mittagsschlaf, wenn das Enkelbaby die halbe Nacht geschrien hat…

10. Bewusst Zeit miteinander verbringen

Das ist das allerwichtigste! Denn die Zeit vergeht gnadenlos… In den Ferien genießen wir eine längere Zeit gemeinsam mit den Enkeln. Oft ist diese Zeit viel intensiver, als wenn wir mal einen Tag zu Besuch bei unseren Kindern und deren Nachwuchs sind (oder wenn wir im Familienalltag mal „babysitten“). Ob mit den Enkeln am Strand, am Pool, bei Ausflügen, Wanderungen oder Sport, beim gemeinsamen Nichtstun oder bei Spielen – all das ist genau in diesem Urlaub wichtig. Denn wer weiß, wie lange wir Älteren das noch können? Und: Wer ahnt schon im Voraus, wie lange unsere schnell heranwachsenden Enkel noch begeistert mit Großvater oder -mutter in die Ferien zu fahren?

Deshalb schon bald den nächsten Großeltern-Enkel-Urlaub planen und buchen!

Über den Autor:

Klaus Schneider

Klaus Schneider beschäftigt sich nicht nur beruflich mit Familienreisen und Blogs. Er reist auch privat gerne, mit seiner Ehefrau und dem jüngsten von drei Kindern, manchmal auch mit dem Schwiegervater oder der ganzen Großfamilie. Mit den beiden erwachsenen Kindern aus erster Ehe und ihren Partnern werden ab und zu Kurztrips unternommen. Vielleicht geht es für den Autor auch bald mit dem ersten Enkelkind auf Reisen?

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